Guckguck,

ich, Strubbi, möchte uns hier nun vorstellen. Es begann alles damit, dass unsere Mami vor langer Zeit zwei kleine Schweinchen Namens Tomi und Jerry hatte. Tomi war das liebenswürdigste Schweinchen das es je gab und kümmerte sich wunderbar um seinen kleinen (wenn man bei 1300g von klein sprechen kann), frechen Schützling Jerry. Leider musste Jerry bereits nach 4 Jahren zur Regenbogenbrücke wuseln. Klein Tomi durfte noch weitere zwei Jahre hier bleiben bis er seine Köfferchen packte und Jerry folgte. Es war eine schreckliche Zeit für Mami.

Es waren bereits etliche Jahre ins Land gezogen bis Mami unseren Papi kennenlernte, doch ihre zwei Schätze vermisste sie noch immer unendlich sehr. Irgendwann, nachdem  Papi endlich erkannte, dass wir Schweinchen toll sind, bekam Mami einen Anruf, sie solle doch schnell heimkommen, da ein Ausflug anstehe. Kaum war sie daheim wurde sie eingepackt und die Reise begann. Sie führte zu fremden Leuten in einen seltsamen Garten.

Und da sah sie es, in diesem Garten wuselten Meerschweinchen herum. Sie konnte ihr Glück garnicht fassen. Eigentlich sollte sie nur vorbeikommen, damit sie nach jahrelangem Schweinchenentzug kleine Wusels sehen durfte. Aber als sie mich sah brach die Krankheit sofort wieder aus, in Fachkreisen auch Meeritis genannt, und es war um sie geschehen. Nach einem Tag Überlegungszeit, lachhaft, als wenn das nötig gewesen wäre, kam Papi wieder und schnappte sich meinen Zwillingsbruder Timmy und mich.

(seltene Archivaufnahme von Timmy und unseren echten Papa)

Wir beide wickelten unsere Zweibeins gekonnt um die Pfötchen. Ich wurde Mamis Liebling und Timmy krallte sich Papi, auch wenn der eigentlich mehr der Hasentyp ist. Wir zwei waren aber auch ein Herz und eine Seele, getrennt gab es bei uns nicht. Timmy war der Chorleiter und bettelte für uns beide um Essen, während ich immer den Schüchternen spielte.

(Timmy und ich bei unserer Lieblingsbeschäftigung)

So verging die Zeit und wir führten ein glückliches Leben. Doch irgendwann fing Timmy an immer schlechter zu essen. Nach mehreren Tierarztbesuchen stand fest, dass er eine irreparable Zahnfehlstellung hat und regelmäßig zum Zahnarzt muss. Timmy aber war ein Kämpfer und so investierten unsere Eltern alles an Geld und Zeit was nötig war um ihn zu unterstützen, doch es wurde immer schlimmer. Als er aber selbst aufgab und nicht mehr weiter kämpfen konnte, ließen sie ihn schweren Herzens im März 2010 über die Regenbogenbrücke gehen, doch konnten wir noch zusätzliche 9 wunderschöne Monate miteinander verbringen. Mein kleiner Engel wurde leider nur 3,5 Jahre alt und ich werde ihn auf ewig vermissen.

Es war eine schwere Zeit für mich. Erst verlor ich Timmy und war alleine und dann wurde ich noch operiert. Meine Eltern meinten ich müsse kastriert werden, damit eine Dame bei mir einziehen kann. Es war eine lange und einsame Zeit für mich, aber eines Tages stellten sie einen Karton in meinen Außenstall. Neugierig erkundete ich ihn und mich traf der Schlag, was war das? Als erstes rannte ich natürlich ans andere Ende des Stalles und hoffte das ich nicht aufgefressen würde. Doch schon bald fasste ich allen Mut den ich hatte und ging nochmal darauf zu, nur um kurz danach wieder ängstlich abzuflitzen. Aber welches Schweinchen würde das nicht machen.

Da erkannte ich es, es war ein anderes Schweinchen. Wie sich herausstellte eine Dame und dazu noch eine sehr hübsche. Die kleine Goldi kam aus einem nicht sonderlich schönen Zuhause. Wenig Heu, schmutzige Ställe und zwei dicke Meerschweindamen, die sie nicht leiden konnten und von denen sie gemobbt wurde. So wog sie mit ihren zwei Jahren auch nur 800g. Doch wir zwei verstanden uns von Beginn an (wenn man von meiner anfänglichen Angst mal absieht *verlegen pfeif*).

(Kuschelfoto, welches bereits am ersten Tag entstand)

Die Dinge hier entwickelten sich prächtig. Goldi nahm mehr und mehr zu, ich wurde wieder glücklich und wir bekamen einen riesigen neuen Eigenbau. Es hätte nicht schöner sein können, aber irgendwas fehlte immernoch. So beschlossen unsere Eltern, dass wir noch eine Dame brauchten. Nach einem Fehlversuch mit der schönen Lotti, sie mochte meine Goldi garnicht, wurde es in der Sache ruhiger.

Dann, im März 2011 platzte die Bombe. Es sollte wieder eine Dame einziehen. Nach kurzer aber intensiver Suche fanden unsere Eltern die kleine Elli. Das süße Babymammut bringt hier richtig Schwung in die Bude. Apropos Bude, wir haben schon wieder einen neuen Stall bekommen.

So leben wir alle vergnügt in den Tag hinein mit viel Mampf, Schlummer und Blödsinn.

 


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